Infusionstherapie: Was beachten Sie bei der Behandlung?

infusionstherapie was beachten
Infusionstherapie was beachten: Unser How-To Guide erklärt Ihnen die wichtigsten Aspekte und Schritte für eine erfolgreiche Behandlung.

Eine Infusion bedeutet die kontrollierte Verabreichung größerer Flüssigkeitsmengen in den Körper, meist intravenös. Sie dient dazu, Wasser, Salze, Nährstoffe oder Medikamente sicher zuzuführen. Häufig nutzt man periphere Venen oder einen zentralen Port.

In diesem praktischen Guide finden Sie ein klares inhaltsverzeichnis und eine praxisnahe Orientierung. Wir zeigen, wann eine Infusion sinnvoll ist und welche Ziele sie verfolgt: Kreislaufstabilisierung, Ausgleich von Flüssigkeit und sichere Wirkstoffgabe.

Der Patient und das Team spielen eine große Rolle. Sie erfahren, wie Zugang, Material und Überwachung zusammenspielen, damit die Behandlung wirksam bleibt. Ein Fokus liegt auf typischen Fehlerquellen und Warnzeichen.

Am Ende wissen Sie, wie Sie die Therapie strukturiert planen, dokumentieren und nachbereiten. So steigen Sicherheit und Qualität in der täglichen Praxis.

Wesentliche Erkenntnisse

  • Infusionen stabilisieren Kreislauf und gleichen Elektrolyte aus.
  • Ein klares inhaltsverzeichnis hilft bei Planung und Durchführung.
  • Richtige Zugangswahl und Material sichern die Wirksamkeit.
  • Patientenbeobachtung und lückenlose Überwachung sind entscheidend.
  • Sicherheitschecks vermeiden typische Fehlerquellen.

Infusion: Definition, Ziele und Nutzen im Behandlungskontext

Eine Infusion bedeutet die gezielte Zufuhr von Flüssigkeit in das Gefäßsystem des Körper, meist über eine Vene. Sie erfolgt kontrolliert, oft mit Tropf oder Pumpe.

Was enthält eine Infusionslösung?

Infusionslösungen unterscheiden sich nach Zweck. Eine infusionslösung kann isotonisches Kochsalz zur Rehydrierung, Glukose zur Energiezufuhr oder Elektrolytlösungen mit Natrium, Kalium und Calcium enthalten.

Zur Volumentherapie stehen kolloidale Präparate bereit. Außerdem gibt es spezielle Verdünnungen für Medikamente wie Zytostatika.

Ziele und praktischer Nutzen

Die Hauptziele sind: gezielte Flüssigkeit– und Volumenzufuhr, Korrektur von Elektrolyte– oder Säure-Basen-Störungen sowie die sichere Gabe von Nährstoffen und Arzneistoffen.

  • Volumenersatz bei Blut- oder Plasmaverlust
  • Rehydrierung bei Dehydratation
  • kontrollierte Medikamentengabe im therapeutischen Rahmen

Beispiel: In der Onkologie ermöglicht eine Infusion die genaue Dosierung von Zytostatika über festgelegte Zeiträume, oft mit Pumpenunterstützung.

Die Auswahl der Lösung richtet sich nach Indikation und aktueller Auflage medizinischer Leitlinien.

Indikationen: Wann eine Infusionstherapie sinnvoll ist

Infusionen sind angezeigt, wenn schnelle Zufuhr von Flüssigkeit oder eine präzise Gabe von Medikamenten erforderlich ist. Entscheidend ist die klinische Lage des Patienten und die Dringlichkeit der Korrektur.

Typische Gründe

  • Flüssigkeitsmangel durch Hitze, Durchfall oder Erbrechen (Dehydratation).
  • Hypovolämie nach großem Blutverlust, die Volumenersatz erfordert.
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie) mit raschem Glukosebedarf.
  • Ausgeprägte Elektrolytverschiebungen, die schnelle intravenöse Korrektur brauchen.

Praxisbeispiele

Bei onkologischen Patienten erfolgt die Chemotherapie häufig als Infusion. Zytostatika müssen exakt dosiert und über definierte Zeiträume verabreicht werden.

Die parenterale Ernährung liefert bei fehlender enteraler Aufnahme Flüssigkeit, Elektrolyte, Aminosäuren, Lipide und Glukose direkt in den Kreislauf.

  • Ein venenkatheter oder Port schont periphere Gefäße und erleichtert wiederholte Infusionen.
  • Die Indikationsstellung wägt stets Nutzen gegen mögliche Risiken ab und bestimmt Lösung und Konzentration.

Infusionsarten und Zugangswege im Überblick

Zugangswege und Verabreichungsarten bestimmen maßgeblich den Erfolg einer Infusion. Kurz: Es geht um die richtige Kombination aus Zugang, Lösung und Indikation.

Intravenös: peripher, zentral, Port

Die häufigste Art ist die intravenöse Gabe. Periphere Verweilkanülen am Handrücken oder Unterarm eignen sich für kurzzeitige Therapien.

Für längerfristige oder reizende Lösungen nutzt man einen zentralen Venenkatheter oder einen Port. Diese Zugänge ermöglichen große Volumina und schonen periphere Gefäße.

Subkutan: kreislaufschonende Verabreichung

Bei erschwerter Venenpunktion ist die subkutane Verabreichung eine Alternative.

Die Flüssigkeit wird langsam über das Unterhautfettgewebe resorbiert und ist besonders kreislaufschonend.

Intraossär, intraarteriell und rektal

Intraossäre Zugänge leiten infusionslösungen ins Knochenmark und helfen im Notfall, wenn keine Vene verfügbar ist.

Intraarterielle Wege bleiben Spezialfälle und erfordern klare Indikationen.

Rektale Infusionen sind Ausnahmefälle; die Aufnahme ist begrenzt und unzuverlässig.

Art Typischer Einsatz Vorteile Wichtig
Periphere Kanüle Kurzinfusionen Schnell, unkompliziert Geeignet für unkritische Lösungen
Zentraler Venenkatheter / Port Langzeit, hochosmolare Gaben Großes Volumen, stabil Hygiene & Überwachung erforderlich
Subkutan Langsamere Resorption Kreislaufschonend Bei erschwerter Venenlage
Intraossär / Intraarteriell Notfall / Spezialindikationen Schnelle Verabreichung Nur bei klarer Indikation

Die Auswahl des passenden Zugangs richtet sich nach den Indikationen, der Dauer, der Osmolarität der Lösung und dem Zustand der Gefäße. So bleibt die Infusion sicher und wirksam.

Infusionstherapie was beachten: Vorbereitung, Materialien und Patienteneinbindung

Eine strukturierte Vorbereitung reduziert Fehler und verbessert die Erfahrung für Patient und Team. Vor Beginn muss eine ärztliche Anordnung vorliegen, die Ziel, Lösung, Dosis und Dauer dokumentiert.

Checkliste Materialien

  • Infusionsbehälter (z. B. NaCl, Glukose oder Arzneimittel) prüfen.
  • Infusionssystem als sterile Verbindung zwischen Behälter und Zugang.
  • Verschiedene Verweilkanülen, Stauschlauch/Blutdruckmanschette, Tupfer und Pflaster.
  • Händedesinfektion, Hautdesinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und Abwurfbehälter.

Aufklärung, Einwilligung und Lagerung

Informieren Sie den Patient klar über Indikation und gründe. Besprechen Sie Risiken, Alternativen und holen Sie die Einwilligung ein.

Der Patient sollte bequem liegen oder sitzen. Punktionsarm freimachen, für gute Lichtverhältnisse sorgen und eine ruhige Umgebung schaffen.

Praktische Hinweise vor dem Anschluss

Infusionslösungen vor Gebrauch auf Trübung, Partikel und Verfallsdatum prüfen. Aseptisch arbeiten: Hände desinfizieren, Handschuhe anlegen und Haut mit ausreichender Einwirkzeit desinfizieren.

Bereiten Sie Material für Verbandwechsel und einen schnellen anschluss oder eine Unterbrechung vor. Visualisieren Sie den Ablauf im Team wie in einem inhaltsverzeichnis, damit jeder Schritt nachvollziehbar bleibt.

Durchführung: Intravenöse Infusion Schritt für Schritt

Die sichere Durchführung einer intravenösen Infusion folgt einer klaren Schrittfolge. Kurz und präzise Arbeit schützt den Patienten und reduziert Fehler.

Punktion der Vene

Stauschlauch anlegen, aber so, dass der Radialispuls tastbar bleibt. Tasten Sie eine geeignete vene, bevorzugt den nicht-dominanten Arm.

Haut zweimal antiseptisch desinfizieren, jeweils ca. 30 Sekunden Einwirkzeit. Handschuhe anziehen und sterile Technik sicherstellen.

Der arzt oder die Fachperson prüft den Mandrin, spannt die Haut und punktiert im 20–30° Winkel (Schliff nach oben). Bei Blut-Rückfluss die Kanüle 3–5 mm vorschieben.

Nadel etwa 1 cm zurückziehen und den Plastikkatheter vollständig vorschieben. Stauschlauch lösen, Kanüle fixieren und die Nadel sicher entsorgen.

Verabreichung und Verbindung

Vor dem anschluss die infusionslösung visuell prüfen und entlüften. Die verbindung auf Dichtigkeit kontrollieren.

Starten Sie die verabreichung über Roller-Klemme oder Infusionspumpe. Stellen Sie die Tropfgeschwindigkeit für den vorgegebenen zeitraum exakt ein.

Beobachten Sie die Patienten auf Schmerz, Schwellung oder Durchflussstörung. Bei Auffälligkeiten sofort stoppen und Lage prüfen.

Kontrolle Wann Maßnahme
Punktion Vor dem Anschluss Radialispuls prüfen, Haut doppelt desinfizieren
Lage des Katheters Direkt nach Punktieren Blutrückfluss kontrollieren, Katheter vorschieben, fixieren
Verbindung und Fluss Beim Start Entlüften, Dichtigkeit prüfen, Fluss einstellen
Überwachung Fortlaufend Patientenkomfort, Einstichstelle, Infusionsdurchfluss prüfen

Sicherheit an erster Stelle: Komplikationen, Kontraindikationen und Monitoring

Komplikationen können sofort auftreten oder sich langsam entwickeln. Ein strukturiertes Vorgehen schützt Patient und Team.

Mögliche Komplikationen

Häufige Probleme sind Entzündungen am Zugang (Phlebitis/Thrombophlebitis), Hämatome oder Infiltration durch Fehllage.

  • Seltene, aber ernste Ereignisse: Luftembolie, Arterien- oder Nervenpunktion.
  • Lösungsspezifische Risiken: Überwässerung und Bewusstseinsstörungen bei hoher Glukosezufuhr.
  • Kolloidale Lösungen können Nieren und Kreislauf belasten; deshalb gezielt wählen.

Kontraindikationen und Tabuzonen

Bestimmte Bereiche sind für Punktionen ungeeignet. Vermeiden Sie Shuntarm bei Dialysepatienten und hemiplegische Extremitäten.

  • Keine Einstichstellen bei ekzematöser, verbrannter oder infizierter Haut.
  • Wählen Sie alternative Zugänge statt riskanter Areale.

Beobachtung während der Infusion

Kontrollieren Sie regelmäßig die Einstichstelle auf Rötung, Schmerz oder Überwärmung.

Überwachen Sie Vitalfunktionen und den klinischen Zustand des Körper: Bewusstsein, Atmung, Blutdruck und Diurese.

Bei länger dauernden Infusionen sind Laborwerte wichtig: Elektrolyte, Nierenwerte und Flüssigkeitsbilanz.

Klare Abbruchkriterien festlegen: akute allergische Reaktion, Atemnot oder starke Schmerzen an der Einstichstelle. Halten Sie einen Notfallpfad bereit und reagieren Sie sofort.

Praxisfragen: Dauer, Infusionstechniken und Therapie zu Hause

Viele Praxisfragen drehen sich um Zeiträume, Techniken und die Betreuung zu Hause. Dieser Abschnitt fasst typische Intervalle, die gängigen anwendung-arten und Voraussetzungen für die ambulante Versorgung zusammen.

Kurzinfusion vs. Dauerinfusion

Kurzinfusionen laufen typischerweise über einen zeitraum von 10 bis 60 Minuten. Sie eignen sich für rasche Wirkstoffgaben und kleinere Volumina.

Dauerinfusionen geben definierte Mengen kontinuierlich über Stunden bis Tage. Die genaue Dosierung richtet sich nach indikation und Patientenzustand.

Techniken der Verabreichung

  • Schwerkraft: erhöhtes infusionsbehälter, Rate wird per Klemme reguliert.
  • Druckinfusion: schnelle Gabe großer flüssigkeitsmengen im Notfall, z. B. mit Kompressionsmanschette.
  • Infusionspumpe: präzise Kontrolle von Rate und Volumen, Standard in Intensiv- und Schmerztherapie.

Ambulant und Homecare

Ambulante infusion-Modelle funktionieren im ärztlichen rahmen und mit geschulten Patient*innen oder Pflegediensten.

Wichtige Aufgaben sind Beutelwechsel, Start/Stop der verabreichung und Beobachtung. Klare Protokolle und ein kurzes inhaltsverzeichnis mit Notfallkontakten reduzieren Fehler.

“Gut geschulte Angehörige und klare Abläufe machen Homecare-Infusionen sicher und praktikabel.”

Fragestellung Typische Antwort Praxis-Tipp
Zeitraum 10–60 min (Kurz), Stunden–Tage (Dauer) Dokumentation der Start- und Endzeit
Technik Schwerkraft, Druck, Pumpe Technik passend zur Indikation wählen
Homecare Ja, mit Schulung Protokoll + erreichbare fachliche Betreuung

Für weiterführende Praxisinfos lesen Sie bitte die weiterführende Praxisinfos.

Fazit

Die gezielte Zufuhr von Wasser, Elektrolyten, Nährstoffen und Medikamenten stabilisiert vitalen Funktionen und sichert Therapieziel. Die infusionstherapie gehört deshalb in Akut- und Langzeitbehandlungen zum Standard.

Richtig geplant und ausgeführt, ermöglichen Infusionen eine sichere Anwendung – als Beispiel dienen die Chemotherapie und die parenterale Ernährung. Entscheidend sind passende Lösungen, korrekter Zugang, Dosis und laufendes Monitoring.

Wer die Vorbereitung strukturiert, Technik beherrscht und Warnzeichen kennt, minimiert Risiken und erhöht die Qualität der Pflege. Standardisierte Abläufe, klare Dokumentation und zuständige Ansprechpartner sichern den Erfolg der infusionstherapie sowohl stationär als auch ambulant.

FAQ

Was versteht man unter einer Infusion und was enthält eine Infusionslösung?

Eine Infusion ist die kontrollierte Zufuhr von Flüssigkeit über einen venösen oder alternativen Zugang. Infusionslösungen bestehen meist aus Wasser, Elektrolyten (z. B. Natrium, Kalium), Glukose oder speziellen Nährstoffkombinationen sowie gelegentlich Medikamenten wie Antibiotika oder Chemotherapeutika.

Welche Ziele verfolgt die Therapie mit Infusionslösungen?

Ziele sind der Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten, Volumenersatz bei Blutverlust, Korrektur von Elektrolytstörungen, Behandlung von Unterzuckerung und die gezielte Verabreichung von Medikamenten oder Nährstoffen.

Wann ist eine Infusion medizinisch notwendig?

Indikationen sind starker Flüssigkeitsmangel durch Erbrechen oder Durchfall, Schock, großer Blutverlust, schwere Elektrolytstörungen, nicht ausreichende orale Ernährung oder die erforderliche Verabreichung bestimmter Medikamente wie bei Chemotherapie.

Welche Infusionszugänge gibt es und wann werden sie eingesetzt?

Gängige Zugänge sind periphere Venenkanülen für kurzfristige Therapien, zentrale Venenkatheter und Ports für langfristige oder reizende Substanzen. Subkutane Infusionen dienen einer kreislaufschonenderen Zufuhr, intraossäre Zugänge helfen im Notfall, und intraarterielle Zugänge sind sehr selten und speziell.

Was gehört zur Vorbereitung einer Infusion und welche Materialien sind nötig?

Vorbereitet werden Infusionsbehälter, Infusionssystem mit Tropfkammer, Verweilkanüle oder Venenkatheter, Desinfektionsmittel und Fixationsmaterial. Der Patient sollte informiert und gelagert, die Haut desinfiziert und das Modell der Infusionslösung geprüft werden.

Wie läuft die Punktion der Vene korrekt ab?

Nach Stauen mit dem Stauschlauch wird die Haut desinfiziert, der Einstich in geeignetem Winkel gesetzt und die Kanüle fixiert. Wichtig sind saubere Technik, geeignete Venenwahl und Schmerzreduktion durch ruhiges Arbeiten.

Wie wird die Infusionslösung angeschlossen und der Fluss geregelt?

Die Infusionslösung wird am Infusionssystem befestigt, Luft entfernt und die Verbindung zum Katheter geprüft. Der Fluss lässt sich manuell über eine Roller-Klemme oder elektronisch über eine Infusionspumpe regulieren, je nach Vorgabe und Volumen.

Welche Komplikationen können auftreten und wie erkennt man sie?

Häufige Komplikationen sind Phlebitis, Hämatom, Infektionen und selten Luftembolie oder Überwässerung. Zeichen sind Rötung, Schmerz an der Einstichstelle, Schwellung, Fieber oder Atemnot. Schnelle Beobachtung und Entfernen des Zugangs sind wichtig.

Gibt es Kontraindikationen oder Stellen, die man meiden sollte?

Zu meiden sind Shunt-Arm, Hautläsionen, lokale Infektionen oder eine hemiplegische Extremität. Bei bestimmten Blutgerinnungsstörungen oder schweren Herzinsuffizienzen muss der Nutzen gegen das Risiko abgewogen werden.

Worauf soll man während der Infusion achten (Monitoring)?

Regelmäßig kontrolliert werden Einstichstelle, Flussrate, Vitalzeichen, Bewusstsein und Atmung sowie Elektrolytwerte bei längeren Therapien. Bei Veränderungen die Pflegekraft oder den behandelnden Arzt informieren.

Wie lange dauert eine Infusion typischerweise?

Kurzinfusionen laufen meist innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden; Dauerinfusionen über mehrere Stunden oder Tage. Die Zeit richtet sich nach Lösung, Medikament und gewünschter Dosis.

Welche Infusionstechniken gibt es und welche Vorteile bieten Pumpen?

Techniken umfassen Schwerkraftinfusion, Druckinfusion und die Infusionspumpe. Pumpen erlauben präzise Flusskontrolle, verringern Fehler bei kleinen Volumina und sind besonders bei gefährlichen oder konstanten Dosierungen sinnvoll.

Kann eine Infusion zuhause durchgeführt werden und was ist nötig?

Ja, Homecare ist möglich nach sorgfältiger Schulung, stabilem Zugang (z. B. Port), klarer Betreuung durch Pflegedienste und schriftlicher Anleitung. Wichtige Voraussetzungen sind Hygienestandards, Notfallplan und regelmäßige Kontrollen.

Welche Unterschiede bestehen zwischen parenteraler Ernährung und einer normalen Infusion?

Parenterale Ernährung liefert vollständige Nährstoffe inklusive Aminosäuren, Glukose, Lipide, Elektrolyte und Vitamine über zentrale Zugänge. Normale Infusionen dienen häufiger dem Volumen- und Elektrolytausgleich oder Medikamentengabe.

Was tun bei Schmerzen oder Schwellung an der Einstichstelle?

Infusion sofort stoppen, Zugang sichern oder entfernen lassen, Einstichstelle kühlen und Arzt informieren. Bei Verdacht auf Phlebitis oder Hämatom sollte der betroffene Bereich dokumentiert und behandelt werden.

Wie werden Infusionslösungen gelagert und vorbereitet, um Sicherheit zu garantieren?

Lösungen sollten kühl, trocken und nach Herstellerangaben gelagert werden. Vor Gebrauch auf Haltbarkeitsdatum, Unversehrtheit der Verpackung und klare Kennzeichnung prüfen. Bei Zweifeln nicht verwenden.

Welche Rolle spielt die Aufklärung und Einwilligung des Patienten?

Aufklärung stellt sicher, dass Patienten Nutzen, Risiken und Alternativen verstehen. Die schriftliche oder mündliche Einwilligung dokumentiert die Zustimmung und ist rechtlich sowie ethisch notwendig.

Welche Elektrolyte werden am häufigsten ersetzt und warum ist das wichtig?

Natrium, Kalium, Chlorid und Kalzium sind entscheidend für Wasserhaushalt, Herzrhythmus und Nervenfunktion. Ungleichgewichte können schwerwiegende Folgen haben, deshalb erfolgt die Substitution kontrolliert und individuell.
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